Theatertherapie und Dramatherapie

Die Theater- und Dramatherapie wurde zunächst überwiegend im angelsächsischen Raum entwickelt. Sie nutzt den kreativen Ausdruck und die Kraft von Inszenierung, um Klienten mit sich in Kontakt zu bringen, Ressourcen erlebbar zu machen und neue Räume zu eröffnen.

In den letzten Jahrzehnten wurde der Ansatz auch im deutschsprachigen Raum immer bekannter und wird heute in vielen Bereichen – angefangen von der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen über psychotherapeutische oder psychiatrische Einsatzfelder bis hin zur Arbeit mit Senioren – erfolgreich eingesetzt. Theater- und Dramatherapie steht in enger Wechselwirkung zu verschiedenen Wissenschaftsbereichen wie Psychologie, Pädagogik, Medizin und Gesellschaftswissenschaften.


Theater- und Dramatherapie ist eine erlebnis- und ressourcenorientierte Therapieform, die Ausdrucksmöglichkeiten und Arbeitsansätze des Theaters methodisch einsetzt. Das ursprüngliche Erlebnis wird durch moderne Erkenntnisse der Psychotherapie ergänzt und begleitet so Klienten und Patienten auf ihren Heilungsprozessen.


Gerade beim therapeutischen Theater stehen unmittelbare Handlung und spontaner Ausdruck im Vordergrund. In Gruppen bietet das gemeinsame Spielen die Möglichkeit, in verschiedene Rollen hineinzuschlüpfen und so unterschiedliche Möglichkeiten, Haltungen, Wirkungen zum Leben zu erwecken und auszuprobieren. Hier können Erfahrungen, Ereignisse oder aber Märchen, Phantasiegeschichten oder Träume eine Bühne erhalten. Das Theater bietet die Möglichkeit, verschiedene Handlungsverläufe zu erproben und Ereignisse aus einem anderen Blickwinkel wahrzunehmen.

Das Erleben in der Gruppe ermöglicht Begegnungen und Beziehungen. Gefühle, Bilder und Phantasien erhalten eine Plattform, die neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten eröffnet. Bislang unbekannte oder vergessene Fähigkeiten und ungenutzte Möglichkeiten werden präsent und machen neue Erfahrungen möglich.

Die Ausbildung ist tiefenpsychologisch fundiert und hat ihren Schwerpunkt im kreativ-theatralen Prozess. Sie orientiert sich an der Lehre C. G. Jungs sowie interdisziplinären Methoden der kreativen Verfahren.

Theater- und Dramatherapeut/innen arbeiten in sozialen Einrichtungen und Zentren, in der Heilpädagogik, in integrativen Einrichtungen, in der Theaterpädagogik, in Kliniken, Rehabilitationseinrichtungen, ambulanten Praxen und im offenen Studio.
Soweit noch keine therapeutische Qualifikation besteht, kann diese bei Bedarf kombiniert werden.
Wir beraten Sie gern.

Ausbildungsinhalte

> Geschichte und Grundlagen der Theater- und Dramatherapie: Körper-Stimme-Präsenz, Theatralität, Grundlagen der Dramaturgie, Stile des Gegenwartstheaters
> Methoden der Theater- und Dramatherapie
> Analytische Psychologie nach C. G. Jung
> Mythologie und Märchenarbeit
> Traum- und Symbolarbeit
> C. G. Jungs Sicht der Alchemie und therapeutische Veränderungsprozesse
> Entwicklungspsychologische Aspekte in der Theater- und Dramatherapie
> Atem, Klang, Laut, Bühne, Kraft der Sprache
> Pädagogische Grundlagen und Theater- und Dramatherapie
> Die Biographie aus theatralischer Sicht
> Kommunikation und Gestaltung, Ebenen des Dialogs, dialogisches Handeln, Textarbeit
> Die Vier Elemente und ihr Ausdruck im Theater
> Darstellungs- und Ausdrucksformen des Elementartheaters, spontane Präsenz und Improvisation
> Körpersprache und non-verbale Kommunikation
> Szenographie, Dramaturgie, Inszenierung; Spiel- und Gruppenleitung
> Psychodrama
> Therapeutische Haltungen
> Indikationen, Kontraindikationen
> Kulturelle, biographische, psychologische Funktionen des Erzählens
> Dramatische Texte und bühnengeeignete Literatur
> Interdisziplinärer Projektraum, Bildräume, Spielräume, Zwischenräume
> Personen- und gruppenzentrierte Arbeit
> Anamnese und Diagnostik in der Tanztherapie
> Therapieplanung, Erarbeitung eines Behandlungskonzeptes
> Einzelarbeit
> Gruppenprozesse, Gruppendynamik
> Übertragung, Gegenübertragung und Widerstand, Intervention
> Gesprächsführung in der Theater- und Dramatherapie
> Musik, Kunst, Tanz und Theater
> Klinische Pathologie
> Zielgruppenspezifische Arbeit
> Achtsamkeit, Ethik und spirituelle Themen in der Theatertherapie
> Heilpädagogik
> Spezielle Interventionen bei Traumata
> Raumgestaltung und Materialausstattung
> Praxistraining, Supervision, Selbsterfahrung




Termine

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