09.12.2016
Heike Gilbert

Aromatherapie in der Palliativmedizin

Campus Spiegel ist der Frage nachgegangen, wie und wo in diesem komplexen Ansatz die Aromatherapie ihren Ort findet und ihren Beitrag zur Linderung von Leidenszuständen und Verbesserung der Lebensqualität leisten kann. Wie sieht – ganz ins Praktische übersetzt – ihr konkreter Anwendungsbereich aus, welche Öle kommen auf welche Weise zur Anwendung? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Aromatherapie? Wie kann ein komplementärmedizinischer Ansatz im schulmedizinischen Kontext zur Verbesserung der Lebensqualität Betroffener und ihrer Familien beitragen? Was bedeutet dies für den Dialog der verschiedenen Disziplinen? Oder provokativ formuliert: Sind ätherische Flüchtigkeit und die harte Unabwendbarkeit eines leidvollen Schicksals nicht per se schon unüberbrückbare Gegensätze? #

Nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation von 2002 handelt es sich bei Palliative Care um einen

„Ansatz, der die Lebensqualität von Patienten und ihren Familien verbessert, die sich mit Problemen konfrontiert sehen, wie sie mit lebensbedrohlichen Erkrankungen verbunden sind. Dies geschieht durch die Verhütung und Erleichterung von Leidenszuständen, indem Schmerzen und andere Probleme (seien sie körperlicher, psychosozialer oder spiritueller Art) frühzeitig entdeckt und exakt eingeordnet werden.“ Bei der „Erleichterung von Leidenszuständen“ – so die WHO – steht die Entlastung von Schmerzen im Mittelpunkt. Das Konzept integriert jedoch auch psychologische und spirituelle Aspekte. Es bezieht das familiäre Umfeld des Betroffenen mit ein und schafft Raum für Trauer und deren Bewältigung. Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität und eine positive Beeinflussung des Krankheitsverlaufs. Palliative Care wird dabei als Teil eines Gesamtkonzeptes verstanden, indem sie frühzeitig im Krankheitsverlauf und in Verbindung mit anderen Therapieformen angewandt wird.

Das Konzept der Palliative Care weist somit eine große Bandbreite auf. Es umfaßt eine sorgsame Schmerzmedikation nach allen Regeln der Schulmedizin ebenso wie psychosoziale, systemische und spirituelle Aspekte. Sein Gelingen, so eine erste Schlußfolgerung, setzt somit den Dialog verschiedenster Wissensdisziplinen voraus.

Campus Spiegel ist der Frage nachgegangen, wie und wo in diesem komplexen Ansatz die Aromatherapie ihren Ort findet und ihren Beitrag zur Linderung von Leidenszuständen und Verbesserung der Lebensqualität leisten kann. Wie sieht – ganz ins Praktische übersetzt – ihr konkreter Anwendungsbereich aus, welche Öle kommen auf welche Weise zur Anwendung? Wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen der Aromatherapie? Wie kann ein komplementärmedizinischer Ansatz im schulmedizinischen Kontext zur Verbesserung der Lebensqualität Betroffener und ihrer Familien beitragen? Was bedeutet dies für den Dialog der verschiedenen Disziplinen? Oder provokativ formuliert: Sind ätherische Flüchtigkeit und
die harte Unabwendbarkeit eines leidvollen Schicksals nicht per se schon unüberbrückbare Gegensätze?

Margit Wiltschek ist examinierte Krankenschwester, Aromatologin und Heilpraktikerin in eigener Praxis. In ihrer Arbeit verbindet sie ganz unterschiedliche professionelle Kontexte miteinander. Einer ihrer Arbeitsschwerpunkte besteht in der Integration der Aromatherapie in der Krankenpflege. campus Spiegel traf sie zum Interview.

Von Cicely Saunders, der Begründerin der Hospizbewegung, ist das Zitat überliefert: „Nicht dem Leben mehr Tage hinzufügen, sondern den Tagen mehr Leben geben.“ Was fällt Ihnen als Aromatologin spontan dazu ein?
Wiltschek: Ich kann mit Aromaölen die Lebensqualität meiner Patienten entscheidend verbessern. Auch wenn bei Palliative Care der Focus nicht auf Genesung liegt, kann ich zum Beispiel über eine Raumbeduftung, über die Anwendung auf der Haut oder über Teilbäder meinem Patienten Erlebnisse schaffen, die zu seinem Wohlbefinden beitragen. Das macht total viel aus. Auch für die Angehörigen. Der Körper riecht anders bei Krankheit. Und Räume nehmen diesen Geruch an. Wenn es nach Krankenhaus riecht, kann es sein, daß die Angehörigen sich nicht wohlfühlen und vielleicht nicht gern kommen. Mit einer einfachen Raumbeduftung kann ich hier schon vieles zum Positiven verändern.

Worin besteht der Unterschied zwischen Aromatherapie und Aromapflege?
Wiltschek: Hier geht es vor allem um die Wahl des ätherischen Öls und um die Dosierung. So wird zum Beispiel in Frankreich, dem Mutterland der Aromatherapie, diese auch von Ärzten angewandt. In England liegt der Schwerpunkt mehr auf der Anwendung über die Haut und auf Massagen. In Deutschland kommen im Rahmen der Aromapflege seit den achtziger Jahren vor allem milde Öle zur Anwendung. Diese haben den Vorteil, daß sie keine Nebenwirkungen haben. In der Regel verträgt sie jeder. Ich persönlich arbeite zum Beispiel nicht mit der innerlichen Einnahme von ätherischen Ölen. Ich bin der Meinung, daß man mit einer Raumbeduftung bereits viel Gutes bewirken kann. Und dazu braucht man nicht unbedingt eine volle aromatologische Ausbildung.

Im professionellen pflegerischen Kontext wird zwischen Grund- und Behandlungspflege unterschieden. Krankenschwestern und Altenpfleger sind somit bei der Anwendung an gesetzliche Vorgaben gebunden. Welches sind die wichtigsten rechtlichen Bestimmungen für die Anwendung der Aromapflege bzw. -therapie im professionellen Umfeld?
Wiltschek: In Deutschland gelten ätherische Öle nicht als Medikamente. Sie sind, wie Kosmetika, frei verkäuflich. Achten sollte ich jedoch unbedingt auf die Qualität. In der professionellen Pflege, auch der Palliativpflege, gehört beispielsweise eine Einreibung zur Hautpflege und damit in die Grundpflege. Sie bedarf keiner ärztlichen Verordnung. Will ich jedoch ein ätherisches Öl bei der Wundversorgung zur Anwendung bringen, gehört dies in den Bereich der Behandlungspflege und bedarf einer ärztlichen Verordnung. Anders ist es wieder, wenn ich die Wundumgebung versorgen möchte, hier kann ich wiederum ohne ärztliche Verordnung ätherische Öle zur Anwendung bringen. Entscheidend ist meines Erachtens immer, im institutionellen Rahmen die Pflegedienstleitung mit einzubeziehen und auch mit dem behandelnden Arzt zu kooperieren, indem ich ihn mit ins Boot hole und informiere.

Palliative Care findet in unterschiedlichen Kontexten statt: Im Krankenhaus, in der stationären Altenpflege, dem Hospiz und als spezialisierte ambulante Palliativversorgung im Sinne des § 37 b SGB V. Welche Auswirkungen hat der institutionelle Rahmen auf die Anwendung der Aromatherapie? Oder: Gibt es eine stationäre und eine ambulante Aromatherapie?
Wiltschek: Der größte Unterschied ist meines Erachtens die Kostenfrage. Ich habe lange auch in der ambulanten Pflege gearbeitet. Bei der ambulanten Versorgung verwendet man die eigenen Körperpflege-Produkte der Patienten. Hier ist es entscheidend, die Angehörigen mit einzubeziehen, zu informieren und für die Anschaffung ätherischer Öle und Pflegeprodukte zu gewinnen. Im klinischen Bereich erhalte ich diese regulär über den Einkauf über die Apotheke. Dies hat den Nachteil, daß ich dann meist an bestimmte Produkte gebunden bin. Hier ist es daher wichtig, eine kleine Auswahl ätherischer Öle, vor allem festgelegte Mischungen, bereitzuhalten, die ich leicht in den Pflegealltag integrieren kann. Im ambulanten Bereich, wo der Kunde bzw. die Angehörigen die Kosten tragen, habe ich da mehr Möglichkeiten und kann noch individueller auf die Wünsche des Patienten eingehen.

Die Definition der WHO von Palliative Care hebt die „Erleichterung von Leidenszuständen“ hervor. Welche Erfahrungen haben Sie in der praktischen Anwendung der Aromatherapie bei der palliativen Versorgung von Patienten diesbezüglich gemacht?
Wiltschek: Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten. Am einfachsten ist die Raumbeduftung. Hierfür brauche ich keine aufwendigen Duftlampen oder Zerstäuber. Zwei Tropfen Öl auf einem Taschentuch genügen bereits und entfalten ihre Wirkung. Entscheidend ist, daß ich die Wünsche des Patienten berücksichtige, indem ich ihn am Fläschchen schnuppern und selbst entscheiden lasse. Die Auswahl richtet sich danach, ob eine anregende oder entspannende Wirkung gewünscht wird. Bei einem Palliativ-Patienten kann ich zum Beispiel Mittel zur Angstlösung einsetzen oder solche, die den Schlaf unterstützen wie Lavendel, Palma rosa oder Bergamotte. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß selbst komatöse Patienten auf eine sorgsam abgestimmte Raumbeduftung reagieren. Wichtig ist: Je einfacher, desto besser. Je leichter sich die Anwendung in den Pflegealltag integrieren läßt, desto konsequenter wird sie auch umgesetzt. Sehr aufwendige Maßnahmen gehen im Alltag oft unter.

Welche Öle kommen speziell in der Palliativpflege zur Anwendung und auf welche Weise?
Wiltschek: Natürlich gibt es in der Literatur Empfehlungen, welche Öle sich speziell für die Versorgung von Palliativpatienten eignen. Weihrauch und Rose werden hier gerne genannt. Für mich persönlich ist jedoch immer die Frage entscheidend: Was ist angenehm für den Patienten? Es muß daher vielleicht gar nicht die teure Rose sein. Ich denke, mit einer Auswahl von fünfzehn Ölen und entsprechenden Mischungen, die ich mir von der Apotheke herstellen lassen kann, verfüge ich über wunderbare Möglichkeiten, Gutes zu tun. Hier möchte ich vor allem die Zitrusöle und entsprechende Mischungen nennen. Diese haben wir zum Beispiel im Krankenhaus Gelnhausen entwickelt und in unserem damals neu eingerichteten Abschiedsraum eingesetzt, wo Familien in aller Ruhe von ihren im Krankenhaus verstorbenen Angehörigen Abschied nehmen konnten.

Welche Kontraindikationen (Allergien, Unverträglichkeiten etc.) gilt es zu beachten und wie gehe ich hier praktisch vor?
Wiltschek: Diese Informationen gehören bereits in die Anamnese. Im Weiteren orientiere ich mich an der Pflegeplanung: Was ist das Problem meines Patienten und welches Ziel möchte ich erreichen? Dies bespreche ich mit ihm und schlage ihm aus meinem Sortiment drei bis vier Öle vor, die beispielsweise entspannend wirken. Wenn er empfindliche Haut hat, mache ich den Armbeugentest, indem ich eine kleine Menge des Öls auf seiner Armbeuge anbringe und vierundzwanzig Stunden beobachte, ob es zu einer Hautreaktion kommt.

Welche Akzeptanz findet Ihrer Erfahrung nach das Angebot, Aromaöle zur Anwendung zu bringen, auf seiten des Patienten?
Wiltschek: Es gibt krautige Öle, die für Massagen zur Muskelentspannung eingesetzt werden. Die sind vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Generell kann man aber sagen, daß fast alle Patienten den Duft ätherischer Öle als sehr angenehm empfinden. Er ist eben nicht typisch „klinisch“ und wird daher gern angenommen.

Welche Rolle spielt die Biographiearbeit in der Anwendung der Aromatherapie im Rahmen einer palliativen Versorgung?
Wiltschek: Ob frisch oder blumig: Auch hier sind die persönlichen Vorlieben des Patienten entscheidend. Außerdem ist die Aromatherapie nicht allein auf ätherische Öle beschränkt. Wenn der Patient zum Beispiel den Kaffeeduft liebt, kann ich ihm auch dieses Angebot machen. Gerade in der palliativen Versorgung von Demenzkranken, die sich oft nicht mehr verbal zu ihren Vorlieben äußern können, sind solche biographischen Informationen wichtig, die ich von den Angehörigen bekommen kann. Auch ein vermeintlicher Alltagsduft wie Kaffee kann ein Schlüssel zu positiv besetzten Erinnerungen sein und dem Patienten dann schöne Momente ermöglichen.

Welche Erfahrungen haben Sie mit der psychologischen Wirkung ätherischer Öle gemacht, speziell in der palliativen Versorgung?
Wiltschek: Solange wir atmen, können wir auch riechen. Der Geruchssinn bleibt lange erhalten. Alles erreicht uns ungefiltert. Auf diesem Sinnesweg entfalten ätherische Öle ganz unmittelbar und vor allem sehr schnell ihre Wirkung. Ich habe hier vor allem mit Mischungen gute Erfahrungen gemacht. Es ist zum Beispiel möglich, mit einer Mischung aus Lavendel und Zitrone eine gleichzeitig entspannende und stimmungsaufhellende Wirkung zu erzielen. Denn das Wunderbare an den ätherischen Ölen ist ihre Ganzheitlichkeit. Sie wirken auf Körper und Seele gleichermaßen.

Die WHO sieht in der Palliative Care „ein Unterstützungssystem für Familien (…), um die Belastungen während der Krankheit des Patienten und der eigenen Trauer zu bewältigen.“ Welche Rolle spielen ätherische Öle unter dem psychosozialen Aspekt der Angehörigenarbeit?
Wiltschek: Es ist sehr wichtig, die Angehörigen des Patienten gerade in der letzten Lebensphase mit einzubeziehen. Angehörige können zum Beispiel sehr schnell eine Handmassage erlernen und anwenden. Indem wir sie so in die Versorgung einbinden, profitiert der Patient von dem schönen Duft und der Hautpflege. Und der Angehörige kann wirklich etwas für ihn tun und ist dem Gefühl der Ohnmacht nicht so ausgeliefert.
Eine Handmassage mit einem ätherischen Öl kann also beide miteinander in Kontakt bringen. Auf eine non-verbale Art und Weise und durchaus auch in einem übertragenen Sinne.

Welchen Nutzen haben die professionell Pflegenden selbst von der Anwendung aromatherapeutischer Ansätze?
Wiltschek: Hier kann ich von mir selbst sprechen: Ich habe diesen Beruf gewählt, weil ich Menschen helfen möchte. Ich möchte ihnen etwas Gutes tun. Es macht mich zufrieden. Nun müssen wir in der professionellen Pflege oft auch Handlungen ausführen, die für den Patienten nicht angenehm oder gar eine Qual sind. Ich habe hier ein schönes Beispiel von einem Patienten in der letzten Lebensphase, der jeden Abend abgesaugt werden mußte, was ihm sehr unangenehm war. Der Patient konnte zum Teil mobilisiert werden, konnte also auf der Bettkante sitzen. Durch eine atemstimulierende Einreibung mit einem Aromaöl, das die Schleimlösung förderte, konnte er abhusten, und das unangenehme Absaugen war nicht mehr nötig. Es ist ein sehr schönes Beispiel, wie man mit einem sorgfältig ausgewählten Wirkstoff und einem minimalen Zeitaufwand von gerade mal fünf Minuten dem Patienten eine wirkliche Erleichterung verschaffen kann.

Die Aromatherapie gilt als sogenanntes „komplementäres Verfahren“. Welche Erfahrungen haben Sie bezüglich der Akzeptanz im klinischen bzw. schulmedizinischen Kontext? Gab es diesbezüglich Veränderungen in den letzten Jahren?
Wiltschek: Im klinischen Bereich, speziell von seiten der Ärzte, wird die Aromatherapie inzwischen toleriert. Aber man sollte schon einen langen Atem haben. Als ich vor fünfzehn Jahren mit der Aromapflege in der Krankenpflege anfing, stand sie noch in der „Esoterik-Ecke“. Es ist meines Erachtens aber gerade im schulmedizinischen Kontext wichtig, sich als Anwenderin von der Esoterik abzugrenzen. Dies gelingt mir, indem ich mir beispielsweise einen Studienordner anlege, in denen die wichtigsten Doppelblindstudien enthalten sind. Das ist meine Argumentationsgrundlage im klinischen Kontext. Die Aromatherapie hat einen wissenschaftlichen Hintergrund. Und es ist wichtig, bei der Kooperation mit Ärzten diesen wissenschaftlichen Hintergrund präsent zu haben. Hierfür brauche ich dann eine solide und fundierte aromatherapeutische Ausbildung. Am überzeugendsten aber sind die Ergebnisse. Wenn die Haut in gutem Zustand ist, die Patienten schlafen können, es ihnen gut geht und sie zufrieden sind, dann lassen sich auch Ärzte von der Wirksamkeit ätherischer Öle überzeugen.

Wenn ich als Krankenschwester die Aromatherapie bei der Versorgung von Palliativpatienten auf meiner Station einführen wollte, was würden Sie mir raten, wie sollte ich vorgehen?
Wiltschek: Das Wichtigste ist das aromatherapeutische Fachwissen. Hier sollte ich mir zumindest eine solide Basis aneignen. Dann empfehle ich immer, zuerst mit den Vorgesetzten und den Kollegen zu sprechen und diese für mein Vorhaben zu gewinnen. Ich würde mit wenigen Ölen beginnen und ein paar gute Mischungen stets griffbereit halten. Habe ich die Unterstützung meiner Pflegedienstleitung und Kollegen, können gemeinsam Standards und Datenblätter mit den wichtigsten Informationen zu den einzelnen Wirkstoffen entwickelt werden. So würde ich starten.

Angenommen, die Aromapflege für Palliativpatienten wäre auf meiner Station bereits implementiert, wie könnte ein Tagesablauf aussehen? Was hätte sich im Pflegeprozeß verändert?
Wiltschek: Sie würden die Veränderung an der Zufriedenheit der Patienten und der Mitarbeiter merken. Es geht weniger darum, Prozesse umzustellen. Die Aromapflege gehört in den normalen Pflegeablauf. So kann ich in der Grundpflege, wenn ich Bewohner wasche, statt eines Syndets Honig als Emulgator und ein ätherisches Öl verwenden. Oder statt der gewöhnlichen Bodylotion ein Aromaöl zur Hautpflege.

Wenn sie mich als Heimleitung einer stationären Altenpflegeeinrichtung für die Idee der Aromapflege begeistern wollten, was würden Sie mir sagen?
Wiltschek: Ich würde die Verbesserung der Lebensqualität Ihrer Bewohner herausstellen. Die Integrierbarkeit in die normalen Pflegeprozesse. Die Erhöhung des Wohlbefindens Ihrer Bewohner ohne höheren Personaleinsatz. Der Qualitätsgewinn wäre also mein Hauptargument. Und ich würde Ihnen vorschlagen, zum Beispiel im Empfangsbereich des Hauses eine eigens kreierte Duftmischung einzusetzen. Sozusagen als festen Bestandteil Ihrer Corporate Identity.

Frau Wiltschek, wir danken Ihnen für das Gespräch!