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9. Juli 2019

Kind überfordert? Ursachen, Folgen & Strategien für Eltern und Lehrer

Anzeichen für eine Überforderung eines Kindes

Schafft es mein Kind noch auf das Gymnasium? Welche Platzierung konnte es beim Sportfest erreichen? Und ein Instrument mehr zu erlernen, das schadet doch wirklich nicht! Fühlen Sie sich gerade ertappt? Oder hören Sie diese und weitere Fragen und Sprüche immer wieder von den Eltern der Kinder in Ihrer Schulklasse? Der Trend zum überoptimierten und dadurch überforderten Kind sowie der perfekten Kindheit ohne Makel und Fehler nimmt gerade im Mittelstand heute teilweise skurrile Formen an. Kindererziehung ist zur Kunstfertigkeit und zum reinen Leistungswettbewerb geworden. Die oft als Helikopter-Mütter stilisierten Elternteile, die von Erziehern und Pädagogen genau wie von ihrem Nachwuchs Höchstleistungen erwarten, sind längst Realität.

Nachwuchs: Sind unsere Kinder überfordert?

Nachwuchs: Sind unsere Kinder überfordert?

Der gestiegene Druck im Kindesalter führt in vielen Fällen zu Stress, Überforderung und im schlimmsten Fall zu Depressionen oder Burn-out im Kindesalter. Dazu kommt die dauerhafte Reizüberflutung durch Fernsehen und Internet. Wie und warum baut sich dieser Druck der Gesellschaft auf? Welche Gefahren ergeben sich daraus? Und wäre es nicht vielleicht doch besser, dem Nachwuchs statt einem geregelten Tagesablauf mit Musik-, Turn- und Sprachlernstunden eine richtige Kindheit, die sie nicht überfordert, zu gönnen?

Von einer überoptimierten Kindheit zum perfekten Arbeitsmenschen

Natürlich ist das Ziel eine jeden Elternteils, seinem Kind das bestmögliche Leben zu bieten und es gut auf die Zukunft vorzubereiten. Da ist es nicht verwunderlich, dass in der heutigen Zeit viele weit über das Ziel hinausschießen. Die Elterngeneration lebt es bereits vor: Schneller, höher, weiter – das ist gewissermaßen seit dem Zeitalter der Industrialisierung das Kredo der Menschheit. Die gesamte Gesellschaft hat sich zu einer klaren Leistungsgesellschaft gewandelt. Für die Jüngsten unter uns gibt es darin im Extremfall wenige Freiräume.

Überforderte Kinder sind vorprogrammiert.

Selbst bei einer der natürlichsten Aktivität der Kleinen, dem Spielen, zücken Eltern oft das Tablet oder Smartphone. Ruhigstellen, statt sich aktiv mit ihrem Kind zu beschäftigen, das ist in oftmals Standard.
Auch in vielen Elternhäusern ist der Druck zu spüren. Väter und Mütter bringen den Stress aus dem Büro mit nach Hause oder können im schlimmsten Fall gar nicht mehr abschalten. Sich mit den Kleinen beschäftigen oder bei den Hausaufgaben helfen? Das macht ja die KindergärtnerIn oder die die LehrerIn. Wenn Kinder überfordert sind, dann deutet das oft auch auf eine Überforderung der Eltern hin. Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen, das ist leider in vielen Fällen ein zu weiter Spagat.

Diese Anzeichen deuten auf eine Überforderung bei Ihrem Kind hin

Schul- oder Leistungsstress sowie Freizeitstress äußern sich je nach Kind sehr unterschiedlich. Oftmals bemerken Erzieher und Elternteile erst recht spät, wenn Kinder überfordert sind. Das liegt nicht nur daran, dass die Kleinen sich nicht direkt über ihre Probleme mit Erwachsenen austauschen. Viele Pädagogen haben heute schlichtweg nicht die Zeit, auf jedes Kind so individuell einzugehen, wie sie es gerne möchten. Zu große Klassen, die Verpflichtung gegenüber den Eltern und ein, besonders in weiterführenden Schulen, straffer Lehrplan tragen ihr Übriges dazu bei.

Die klassischen Symptome für Überforderung bei Kindern und Jugendlichen sind:

  • Streit mit Klassenkameraden und Konflikte in der Familie, die lange anhalten sowie scheinbar grundlose Aggression des Kindes
  • Anhaltende Schlafstörungen bis hin zu totaler Schlaflosigkeit des Kindes
  • Regelmäßige Kopf- und Bauchschmerzen, die keine anderen Ursachen haben
  • Das Kind ist sichtbar überfordert mit neuen Situationen und blockt sofort ab

Treten diese oder noch andere Symptome, wie zum Beispiel eine Hochsensibilität gegenüber äußeren Einflüssen, vermehrt auf, lohnt es sich einen Kinderarzt aufzusuchen. Dort wird eine Diagnose erstellt und Lösungsansätze aufgezeigt.

Folgen, die ein überfordertes Kind davontragen kann

Überreizte Kinder, die im Kindergarten oder der Schule überfordert sind, können dadurch diverse Folgeschäden davontragen. Nicht nur werden sie in ihrer natürlichen Entwicklung gebremst und behindert. Sie können auch verschiedenste psychische Erkrankungen davontragen. Dazu zahlen unter anderem:

  • Depressionen
  • Burn-out
  • Magersucht

Besonders Depressionen und Burn-out kommen heute schon bei den kleinsten Mitgliedern der Gesellschaft neben anderen psychischen Erkrankungen bei Kindern vor. Eine genaue Diagnostik kann nur der Facharzt stellen.

Stress bei Kindern gezielt vermeiden

Stress bei Kindern gezielt vermeiden

Stress gezielt vermeiden, um Kinder nicht zu überfordern

Stress bei Kindern kann vermieden werden und das schon im Elternhaus – eine klare Stress-Prävention und ein geborgenes Umfeld unterstützen ein überfordertes Kind nachhaltiger als noch eine weitere Freizeitaktivität. Um gezielt Hilfe bei Überforderung anbieten zu können, müssen Sie verstehen, wie Ihr Kind von Natur aus gestrickt ist.

Schon von Geburt an sind Kinder zum Lernen bestimmt

Kinder galten in früheren Zeiten als vollkommen hilflose Wesen, die besonders in den ersten Jahren ihres Lebens nur wenig bis gar keine Leistung erbringen könnten. Dieses Bild hat sich mit dem Fortschritt der Wissenschaft und besonders der Neurologie grundlegend gewandelt, so Professor Hartmut Kasten vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. So verfügen schon Säuglingsgehirne nach der Geburt über mehr als 100 Milliarden Nervenzellen und rund 50 Billionen Verknüpfungen dieser miteinander. Bis zum achten Lebensmonat steigert sich diese Anzahl noch um den Faktor zwanzig – nur dadurch, dass der Säugling seine Umwelt erfährt*.
Aber bedeutet diese immense Leistungsfähigkeit, dass die Kleinen bereits im jungen Alter zu Höchstleistungen in Sport, Musik und Kunst getrieben werden sollten? Prof. Kasten verneint ganz klar. Diese Fähigkeiten seien nicht dazu da, Kinder schon vor dem Kindergarten zu überfordern, sondern seien durch die Evolution geschaffen worden, um sie widerstandsfähig gegenüber neuen Einflüssen von außen zu machen. Kinder lernen durch den Umgang mit Ihrer Umwelt durch sogenannte Erfahrungsmöglichkeiten – und das in ihrem eigenen Tempo und im Idealfall ohne Druck und Überforderung.

Professionelle Hilfe bei überforderten Kindern und Jugendlichen

Neben dem Elternhaus sind auch Pädagogen klar in der Pflicht, überforderten Kindern zu helfen. Das gelingt am besten mit einer Ausbildung in systemischer Kinder- und Jugendtherapie. Innerhalb der 1,5-jährigen Weiterbildung erlernen Sie alles rund um die Kinder- und Jugendpädagogik sowie die heutigen psychosozialen Rahmenbedingungen der veränderten Kindheit. In praxisorientieren Kursen werden die unterschiedlichsten Problematiken und Störungen in der Entwicklung dargelegt und Therapieformen erlernt. Mit Abschluss der Ausbildung sind Sie anerkannter Kinder- und JugendtherapeutIn oder -beraterIn und können in vielen sozialen Einrichtungen oder im Schulalltag überforderte Kinder unterstützen.

Kinder fördern, ohne sie zu überfordern

Kinder fördern, ohne sie zu überfordern

Wie fördern Eltern Ihre Kinder, ohne sie zu überfordern?

Der ausgeprägte Wissensdurst liegt in der Natur von Kindern. Gerade im Kleinkindalter möchten sie am liebsten alles erfahren – und das am besten sofort. Das klassische Beispiel hierfür sind die regelmäßigen Warum-Fragespiele mit uns Eltern. Diese Lust am Lernen können Sie gezielt fördern. Dabei ist es besonders wichtig, eine entspannte und stressfreie Lernumgebung zu schaffen. Das bedeutet nicht, dass Sie auf Biegen und Brechen versuchen sollten, Ihrem Kind schon im Vorschulalter Englisch beizubringen. Kleine Schritte und Erfolge sind deutlich hilfreicher als ein großes Ziel, das meist von überambitionierten Eltern gesteckt wird und kaum erreichbar ist. Nützliche Werkzeuge für eine passende Förderung sind:

  • Regelmäßiges aber nicht übertriebenes Lob, das den Stolz der Kinder fördert und zur Weiterarbeit anregt.
  • Die Kinder selbst aussuchen lassen, was sie erlernen möchten oder direkt darauf eingehen, was den Nachwuchs interessiert.
  • Seien Sie ehrlich zu Ihrem Kind. Gestehen Sie sich selbst ebenso Fehler ein und kommunizieren Sie das auch an Ihr Kind – das schafft nicht nur Selbstvertrauen, sondern platziert Sie auch in einer ernstzunehmenden Vorbildfunktion mit klaren Werten.

Diese Tipps sollten sich auch Eltern, die bemerken, dass ihr Kind durch Schulstress überfordert ist, zu Herzen nehmen. Schaffen Sie eine liebevolle Umgebung und seien Sie der Fels in der Brandung – Sie werden sehen, Ihr Kind lernt plötzlich wieder viel besser.

*QUELLE: welt.de Artikel „Viele Eltern überfordern ihre Kinder“
https://www.welt.de/wissenschaft/article1089727/Viele-Eltern-ueberfordern-ihre-Kinder.html

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