15. Juni 2023

Mein Kind mag kein Gemüse – was tun?

Mein Kind mag kein Gemüse – was tun?

Pommes, Nudeln, Brot und als Kleinkind selbstgemachten Gemüsebrei – Ihr Kind isst eigentlich alles, aber seit Neuestem macht es einen weiten Bogen um alles, was Gemüse enthält. Sie sind am verzweifeln, denn schließlich möchten wir alle unsere Kinder gesund ernähren und Ihnen damit einen guten Start ins Leben geben. Wir haben Ihnen einige Tipps zusammengesucht, mit denen Sie Ihr Kind garantiert dazu bringen den Satz „ich mag kein Gemüse“ wieder aus seinem Wortschatz zu streichen.

Erstmal keine Panik

Dass Ihr Kind auf einmal kein Gemüse mehr essen, die Schuhe nicht anziehen will oder alles „selber macht“, ist erstmal eine vollkommen normale Entwicklungsphase. Sie werden mit der Zeit immer wieder bemerken, dass Ihr Kind phasenweise einseitig isst.

Geduld ist an dieser Stelle ihr wichtigster Verbündeter. Denn wenn Ihr Kind kein Gemüse mag, dann sollten Sie es nicht dazu drängen es zu essen. Denn sonst bekommt dieses Thema zu viel Gewicht, das merken Kinder, so Expert*innen der gesunden Ernährung und Pädagogik1.

Schaffen Sie zunächst am Esstisch eine positive Atmosphäre, gemeinsames Essen schafft Rituale und damit einen stabilen Familienzusammenhalt. Denken Sie immer daran: Sie als Eltern sind das wichtigste Vorbild für Ihre Kinder – auch was das Essen angeht.

Der Klassiker: "Bähh, Gemüse NEIN DANKE!"

Der Klassiker: „Bähh, Gemüse NEIN DANKE!“

Warum essen manche Kinder kein Gemüse?

Diese Frage lässt sich zum Teil evolutionsbiologisch erklären. Wir Menschen sind genetisch darauf getrimmt, immer das Lebensmittel mit der höchsten Energiedichte zu wählen. Sprich süß schmeckendes Obst zum Beispiel, das schnell viel Energie liefert. Zu Beginn der Geschichte des Menschen war dieser Instinkt überlebensnotwendig. Süße gibt uns bis heute Sicherheit. Sie ist gewissermaßen unser Soulfood für Körper und Geist. Außerdem sollten Sie beachten:

  • Salzig lernen wir erst im Laufe unseres Essens kennen und müssen darauf trainiert werden
  • Bitter suggeriert erstmal Vorsicht, denn oft enthalten giftige Pflanzen Bitterstoffe, daher essen viele Kinder Gemüsesorten wie Spargel oder Rosenkohl gar nicht – die Bitterstoffe suggerieren unserem Gehirn „Vorsicht, giftig!“

Wenn Ihr Kind also kein Gemüse essen möchte, dann kann das an unseren Genen liegen. Gerade Kleinkinder halten sich lieber an süßere Lebensmittel, denn die versprechen einen höheren Energiegehalt.

Aus Sicht der Evolutionsbiologie liegt Ihr Kind also per se erstmal nicht falsch, wenn es lieber Käsebrot statt Gemüse essen möchte. Die Mischung machts, Sie als Eltern sollten allerdings gerade, wenn die Kinder größer werden darauf achten, dass sie ein gesundes Verhältnis zum Essen haben. Denn Essstörungen bei Kindern können sich negativ auf die Entwicklung auswirken.

Mein Kind mag kein Gemüse – mit diesen Tipps vielleicht doch

Grundsätzlich haben Sie als Mutter schon einen Einfluss darauf, was Ihr Baby später mag und was nicht. Denn bereits in der Schwangerschaft erhält das Kind durch die Verbindung mit der Nabelschnur die verschiedensten Geschmackseindrücke mit auf den Weg. Werdende Mütter, die beispielsweise viel Gemüse essen und am besten auch noch unterschiedliche Gemüsesorten, prägen den Geschmack Ihres Kindes bereits darauf. Dasselbe gilt auch für die Muttermilch beim Stillen. Allerdings ist das noch lange kein Garant dafür, dass Ihr Kind dann auch Gemüse essen mag.

Über die Nabelschnur: viel Gemüse essen und am besten auch noch unterschiedliche Gemüsesorten

Über die Nabelschnur: viel Gemüse essen und am besten auch noch unterschiedliche Gemüsesorten

Immer wieder anbieten

Wenn Ihr Kind ein bestimmtes Gemüse nicht mag und immer wieder liegen lässt, dann sollten Sie erstmal nicht verzagen. Bieten Sie es einfach immer wieder an, denn wir lernen tatsächlich etwas zu mögen. Mit der Zeit gewöhnt sich Ihr Kleinkind an den Geschmack von Brokkoli, Möhren und Co und mag es dann auch. Expert*innen sprechen davon, dass 10 bis 15 Kontakte mit einem Lebensmittel entscheidend sind, um es schlussendlich zu mögen.

Das führt übrigens dazu, dass je nach Kulturkreis, Kinder ganz unterschiedlich essen. In Japan zum Beispiel viel Fisch und Reis, in Afrika eher Hirsebrei, bei uns in Europa Leberwurst- und Marmeladenbrot.

Auf die Wünsche des Kindes eingehen

Wenn Ihr Kind eine Gemüsesorte tatsächlich einfach nicht mag, dann sollten Sie das akzeptieren. Sie mögen ja schließlich auch nicht alles. Das wichtigste ist, dass Sie Ihrem Kind die Wahl lassen.

Wenn Ihr Kind bereits etwas größer ist, dann nehmen Sie es doch mit zum Einkaufen und suchen Sie gemeinsam Gemüsesorten aus, die allen schmecken. Der Supermarkt kann hier spielerisch zum Erkundungsgarten werden – lassen Sie Ihr Kind etwas aussuchen und geben Sie Kontext dazu. Oder noch besser: Bauen Sie Ihr Gemüse doch mal selbst auf dem Balkon oder im Garten an – das schafft gleich einen ganz anderen Lerneffekt.

Zur Not: Gemüse verstecken

Wenn Sie merken, Ihr Kind mag in einer gewissen Phase tatsächlich gar kein einziges Gemüse mehr essen, dann tricksen Sie. Verstecken Sie Gemüse in Pürees, in der Soße oder in leckeren Puffern. Hier ein paar Ideen:

  • Kartoffel-Blumenkohl Püree
  • Möhren, Sellerie und Tomaten klein geschnitten in der Lasagne
  • Gemüsepuffer mit geraspelten Zucchini oder zerkleinerter Brokkoli – das gibt nicht nur eine tolle Farbe, sondern schmeckt auch gleich besser

Machen Sie das gemeinsame Essen spannend, dann wird der Satz „ich mag aber kein Gemüse essen“ deutlich weniger fallen.

Quelle1: bzfe.de

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